Du kennst das Gefühl: Da passiert „etwas“ am Markt. Kurse springen. Schlagzeilen schreien. Freunde erzählen von Renditen, die sich anfühlen wie ein Lottogewinn. Und in dir arbeitet es: „Sollte ich jetzt auch…?“
Genau hier beginnt das Spiel der Zeitpräferenz.
Zeitpräferenz bedeutet: Wie sehr du das Sofortige dem Späteren vorziehst.
Und dieses Thema ist viel größer als Geld. Es geht um Würde, Freiheit, Handlungsfähigkeit – und um die Frage, ob du dein Leben steuerst oder ob du auf Wellen reagierst.
Auf den Punkt gebracht: Es gibt unternehmerische Erträge (Gewinne, Dividenden, Wachstum) und es gibt spekulative Erträge (Bewertungen, KGV, Stimmung). Die spekulative Komponente kann Jahrzehnte dominieren – und langfristig wirkt sie wie ein Sturm, der kommt und geht, während die Wirtschaft weiter arbeitet.
Das Problem: Du wirst für Ungeduld belohnt – und später dafür bezahlt
Unsere Welt trainiert „Sofortigkeit“:
- Sofortige Anerkennung
- Sofortiges Ergebnis
- Sofortiger Dopamin-Kick
- Sofortige Erklärung für jede Schwankung
Der Markt liefert diesen „Klang und Wut“-Faktor täglich frei Haus. Und genau das ist die Ablenkung, die aus Anlegern Zocker macht.
Eine hohe Zeitpräferenz ist deshalb der heimliche Renditekiller.
Weil sie dich dazu bringt, den Erwartungsmarkt zu spielen, statt am realen Markt beteiligt zu bleiben.
Warum das wichtig ist: Freiheit ist ein Prozess, der still beginnt
Geduld ist kein romantischer Charakterzug. Geduld ist eine Strategie.
Disziplin ist ebenfalls kein Gefühl. Disziplin ist ein System.
Und Systeme sind das, was Unternehmer bauen – statt jeden Tag „neu“ zu hoffen. Genau dieses Denken findest du auch in meinem Gamechanger-Handout: Systeme, Wiederholung, Messbarkeit, Duplikation – das ist der Boden, auf dem echte Freiheit wächst.
Das Modell: 3 Ebenen, die deine Zeitpräferenz steuern (Geld – Kopf – Körper)
1) Geld-Ebene: Was bezahlt dich wirklich?
Langfristig bezahlt dich vor allem Unternehmensleistung: Erträge, Produktivität, Dividenden, Wachstum.
Die Bewertung (KGV) wirkt wie ein Verstärker – mal nach oben, mal nach unten. Wer daraus einen Lebensplan baut, lebt emotional.
Merksatz:
Rendite entsteht häufig durch Zeit – Stress entsteht häufig durch Stimmung.
2) Kopf-Ebene: Welche Geschichte erzählst du dir gerade?
Dein Kopf sucht Gründe: „Warum fällt das?“ – „Warum steigt das?“
Und genau hier entscheidet sich, ob du Reaktionsmensch bleibst oder Prozessmensch wirst.
Im Selfmade-Guide steckt eine zentrale Wahrheit: Dein Lebenszweck ist ein Weg, der sich im Alltag entfaltet – nicht als Event, sondern als gelebte Ausrichtung.
Exakt so funktioniert auch Vermögensaufbau: als Weg.
3) Körper-Ebene: Wie stabil ist dein Nervensystem?
Schlaf, Fokus, Routinen, Energie.
Wenn dein Körper ständig im Alarm läuft, gewinnt deine Zeitpräferenz. Dann fühlt sich „jetzt handeln“ wie Sicherheit an.
5 praktische Schritte: Geduld und Disziplin als Rendite-Motor
Schritt 1: Mach aus „Markt“ zwei Schubladen
- Real-Markt: Unternehmen, Produkte, Gewinne, Dividenden
- Erwartungsmarkt: Stimmung, Bewertungen, Gerüchte, Hypes
Dein Auftrag: Du gibst dem Erwartungsmarkt weniger Sendezeit. Du gibst dem Real-Markt mehr Aufmerksamkeit.
Schritt 2: Definiere deine Zeit-Spanne schriftlich
Zeitpräferenz wird weich, wenn sie vage bleibt.
Schreib auf:
- „Ich denke in Jahren, weil ich mein Leben in Freiheit baue.“
- „Ich nutze Dekaden-Denken, weil Unternehmen in Dekaden wachsen.“
Schritt 3: Baue einen Disziplin-Rhythmus (klein, wiederholbar)
Disziplin ist Wiederholung, nicht Emotion – genau das Prinzip taucht bei mir immer wieder auf.
Beispiel-Rhythmus:
- 1 fester Check-in pro Woche (15 Minuten)
- 1 fester Finanz-Termin pro Monat (60 Minuten)
- 1 fester Strategie-Tag pro Quartal (2–3 Stunden)
Schritt 4: Stärke deinen Cashflow – damit Geduld leicht wird
Geduld fühlt sich leichter an, wenn dein monatlicher Geldfluss stabil ist.
Cashflow ist Freiheitsmotor – und macht aus Investment eine Strategie.
Ganz praktisch:
- Fixkosten klarziehen
- Überschuss automatisieren
- Systeme bauen, die deinen Alltag entlasten
Schritt 5: Trainiere „Rückkehr zum Mittelwert“ als Haltung
Die Rückkehr zum Mittelwert ist ein Muster: Nach Phasen mit Untertreibung folgen Phasen der Erholung – und umgekehrt.
Du brauchst dafür keine Glaskugel. Du brauchst eine Haltung:
„Ich bleibe planbar, während Märkte schwanken.“
Mini-Übung (5 Minuten): Dein Zeitpräferenz-Test
Nimm einen Zettel und beantworte drei Sätze:
- Was will ich in 10 Jahren fühlen, besitzen und beitragen?
- Welche 2 Gewohnheiten zahlen ab heute wöchentlich darauf ein?
- Welche 1 Sache bekommt ab heute weniger Aufmerksamkeit, weil sie nur Stimmung liefert?
Dann markiere eine Entscheidung, die du diese Woche umsetzt. Klein. Klar. Wiederholbar.
Brücke zu Thomas Reubert 5.0: „Leicht war’s nicht, aber selfmade“
Ich kenne diesen Druck aus der echten Welt: Wenn plötzlich alles kippt, wenn Systeme wackeln, wenn du merkst, wie schnell Emotionen den Kopf übernehmen können. Genau diese Momente formen Haltung – und sie formen Disziplin. In „Leicht war’s nicht, aber selfmade“ siehst du, wie brutal klar das Leben manchmal sortiert – und wie sehr am Ende Systeme, Werte und Konsequenz tragen.
Und genau deshalb liebe ich auch Formate wie #Kaffeeklatsch47: echte Gespräche, echte Menschen, echte Schritte – raus aus dem Lärm, rein in Klarheit.
„Lass uns gemeinsam denken. Stell dir vor, wir würden das wirklich möglich machen …“
Zwei Leitsätze, die du dir wirklich einprägen darfst
„Die Qualität deiner Gedanken, bestimmt die Qualität deines Lebens.“ und „Die Bedeutung der Botschaft bestimmt der Empfänger.“ Beobachte also ganz bewusst deine Gedanken, bezüglich jeder einzelnen Aussage!
Und als Ergänzung aus meiner Praxis: Prozesse kommen schritt für schritt in gang … Ereignisorientierung frustriert.
Geduld gewinnt, weil sie Prozesse erlaubt.
Verantwortungshinweis
Ich gebe hier keine individuelle Anlageberatung und verspreche keine Ergebnisse. Ich teile Erfahrungen, Bildung, Perspektiven, Denkmodelle und Frameworks – damit du eigenverantwortlich entscheiden kannst.
CTA: In Kontakt kommen, sein und bleiben!
Wenn du spürst, dass du deine Zeitpräferenz aktiv drehen willst – weg vom Sofort, hin zum Soliden – dann lass uns darüber sprechen.
➡️ Coaching: „Wahnsinn adé“
➡️ Website: https://wahnsinn-ade.de
➡️ Mail: interaktion@wahnsinn-ade.de
Mir ist wichtig: in Kontakt kommen, sein und bleiben – weil echte Veränderung als Prozess entsteht, im Dialog, im Dranbleiben, im Umsetzen.
Wenn dir der Beitrag geholfen hat: Teile ihn gern mit einem Menschen, der gerade zwischen „schnell“ und „klug“ schwankt.