… eine uralte Geschichte erklärt, warum ein Finanz-Skandal nicht das Ende von echten Beziehungen sein kann, aber eine Chance jeglichem Wahnsinn ade zu sagen.
Es gibt diese alte taoistische Geschichte.
Ein Bauer besitzt ein Pferd.
Eines Tages läuft es weg.
Die Nachbarn jammern: „Was für ein Unglück.“
Der Bauer sagt nur: „Mag sein.“
Einige Tage später kommt das Pferd zurück.
Und bringt zwei wilde Pferde mit.
Die Nachbarn jubeln: „Was für ein Glück.“
Der Bauer sagt wieder: „Mag sein.“
Kurz darauf versucht sein Sohn, eines der wilden Pferde zu reiten.
Er fällt herunter und bricht sich das Bein.
Die Nachbarn sind entsetzt: „Was für ein Unglück.“
Der Bauer sagt: „Mag sein.“
Dann kommt der Einschreibungsoffizier ins Dorf, um junge Männer für die „Kriegstüchtigkeit“ zu rekrutieren. Der Sohn wird wegen seines gebrochenen Beines nicht eingezogen.
Die Nachbarn feiern: „Was für ein Glück.“
Der Bauer? „Mag sein.“
Reframing: Der Rahmen entscheidet
Diese Geschichte ist keine nette Kalenderweisheit. Sie ist Sprengstoff. Denn sie zeigt:
Wir urteilen oft viel zu früh.
Wir nennen etwas Katastrophe.
Wir nennen etwas Glück.
Wir nennen etwas Scheitern.
Wir nennen etwas Rettung.
Wir nennen etwas Skandal.
Und dann tun wir so, als wäre die Bedeutung endgültig. Ist sie aber nicht.
Die Bedeutung eines Ereignisses hängt vom Rahmen ab, in dem wir es betrachten. Und genau das ist Reframing.
Nicht Schönreden.
Nicht Weglächeln.
Nicht spirituelles Watte-Päuschchen-Werfen.
Sondern die bewusste Entscheidung: „Ich gebe einem Ereignis nicht automatisch die dümmste, engste und bitterste Bedeutung.„
Der Finanzskandal – Erst Einschlag, dann Lehrmeister
Als ich den verheerenden Finanzskandal erlebt habe, war meine erste Reaktion natürlich nicht:
„Ach schön, eine spannende Wachstumschance.“
Nein. Es war ein Einschlag.
Eine Geldmaschine wurde zerstört.
Vertrauen wurde erschüttert.
Sicherheit wurde weggerissen.
Gewissheiten wurden zerstört.
Und die erste Frage war natürlich:
Warum ich?
Warum ist mir das passiert?
Warum ausgerechnet jetzt?
Warum, warum, warum?
Aber genau diese Fragen haben mich nicht weitergebracht. Sie haben mich im Kreis drehen lassen. Sie haben mich klein gemacht. Sie haben mich an die Vergangenheit gekettet.
Erst als ich aufgehört habe, ständig „Warum?“ zu fragen, begann der Weg zurück. Oder besser: Der Weg nach vorn.
Die bessere Frage lautet: Wofür?
Der Wendepunkt kam mit einer anderen Frage.
Nicht mehr: „Warum ist das passiert?“
Sondern: „Wofür ist das gut?“
Nicht mehr: „Warum ich?“
Sondern: „Was kann ich daraus lernen?“
Nicht mehr: „Wer ist schuld?“
Sondern: „Was kann ich jetzt daraus machen?“
Das war der Moment, in dem ich wieder richtig unterwegs war.
Nicht sofort perfekt.
Nicht sofort leicht.
Nicht sofort mit Sonnenschein und Cappuccino.
Aber richtig.
Denn diese Fragen öffnen Zukunft.
Die alten Warum-Fragen kreisen um Schmerz.
Die neuen Wofür-Fragen ermöglichen Handlung.
Und genau deshalb passt hier die Maybe-Story so perfekt. Ich habe sie erst später in einem Buch entdeckt. Aber sie bestätigte genau das, was ich längst begonnen hatte zu leben:
Maybe by Thomas Reubert
Vielleicht war es ein Unglück.
Vielleicht war es ein Wendepunkt.
Vielleicht war es die teuerste Erfahrung meines Lebens.
Vielleicht war es der Beginn eines viel besseren Systems.
Reframing ist mehr als eine Technik!
Reframing ist für mich keine Methode. Es ist ein Lebensstil. Eine Philosophie. Eine Haltung.
Denn jeder kann nach einem Skandal grantig schauen.
Jeder kann sich in der Vergangenheit festbeißen.
Jeder kann jahrelang anklagen, jammern und innerlich Recht behalten wollen.
Das ist nicht schwer. Schwerer ist es, den Rahmen zu wechseln. Schwerer ist es, zu fragen:
Was hat mir das gezeigt?
Was habe ich über Geld gelernt?
Was habe ich über Menschen gelernt?
Was habe ich über Vertrauen gelernt?
Was habe ich über Systeme gelernt?
Was hilft mir jetzt – hier und heute – besser zu sein?
Und genau dort beginnt der Unterschied. Zwischen Opfergeschichte und Meisterstück.
Mein größtes Learning war Leverage!
Eines meiner wichtigsten Learnings war die Macht von Leverage. Vorher habe ich vor allem versteuertes Geld investiert.
Also Geld, das ich erst verdienen, versteuern, behalten und dann einsetzen musste. Das ist möglich. Aber es ist für die meisten Leute zu langsam.
Heute weiß ich:
Other People’s Money (OPM) ist einer der mächtigsten Hebel überhaupt.
Nicht als Trick.
Nicht als Abkürzung.
Nicht als Spielerei.
Sondern als professioneller Hebel, wenn das Grundsätzliche geklärt ist. Denn Leverage kann Großartiges ermöglichen. Aber Leverage verstärkt immer alles.
Klarheit wird stärker.
Struktur wird stärker.
Cashflow wird stärker.
Aber auch Dummheit wird stärker.
Ego wird stärker.
Gier wird stärker.
Ablenkungen werden stärker.
Deshalb macht OPM vielen Menschen Angst. Und ehrlich? Zu Recht. Nicht weil OPM schlecht ist.
Sondern weil viele Menschen charakterlich, fachlich oder emotional nicht sauber genug aufgestellt sind, um damit umzugehen.
Verträge sind nicht genug!
Viele glauben, ein Vertrag klärt alles. Tut er nicht. Ein Vertrag ist wichtig. Aber Verträge sind immer nur so gut wie die Vertrauensbasis zwischen den Akteuren.
Papier kann vieles regeln. Aber Papier ersetzt keinen Charakter.
Die entscheidende Frage lautet:
Wer bist du, wenn niemand zuschaut?
Nicht auf der Bühne.
Nicht im WhatsApp-Status.
Nicht beim Selfie.
Nicht beim Sonntagslächeln in Südtirol.
Sondern dann, wenn es unbequem wird.
Wenn Geld auf dem Tisch liegt.
Wenn Verantwortung drückt.
Wenn keiner applaudiert.
Wenn du die Wahl hast, sauber zu bleiben oder billig davonzukommen.
Genau dort zeigt sich, ob Miteinander möglich ist.
Arbeite nicht mit jedermann!
Das ist vielleicht provokant. Aber es ist wahr.
Ich arbeite jedenfalls nicht mehr mit jedermann.
Für mich ist nicht jeder interessant, nur weil er Geld hat.
Nicht jeder, nur weil er laut ist.
Nicht jeder, nur weil er dringend meint etwas zu wollen.
Nicht jeder, nur weil er glaubt, er sei wichtig.
Für mich ist jemand dann interessant, wenn das Grundsätzliche stimmt.
Ehre.
Mission.
Kodex.
Verlässlichkeit.
Lernbereitschaft.
Charakter.
Respekt vor Prozessen.
Ganz nach dem Motto:
Das habe ich für dich gemacht. Nicht für jeden.
Du kannst jederzeit mein Flügelmann sein. Aber nicht irgendwie.
Nicht beliebig. Nicht mit Maske.
Das Grundsätzliche muss geklärt sein.
Es geht um Ehre, Mission und Kodex
Das klingt für manche vielleicht zu groß. Mir egal. Denn es ist groß.
Geld ohne Kodex wird schnell hässlich.
Leverage ohne Ehre wird gefährlich.
Diversifikation ohne Mission wird beliebig.
Und Erfolg ohne Charakter ist nur ein besser beleuchtetes Problem.
Deshalb geht es nicht nur um Rendite. Es geht um Haltung. Es geht um die Frage:
Mit wem baue ich?
Warum baue ich?
Wofür baue ich?
Nach welchem Kodex baue ich?
Denn eine Geldmaschine ist nicht nur ein finanzielles Konstrukt. Sie ist Ausdruck eines Lebensstils.
Selektive Disziplin und fokussierte Diversifikation!
Was braucht es also?
Nicht blindes Verzichten.
Nicht hektisches Streuen.
Nicht panisches Investieren.
Sondern:
Selektive Disziplin und fokussierte Diversifikation!
Selektive Disziplin heißt:
Ich verzichte nicht auf Leben.
Ich verzichte auf Unsinn.
Ich spare nicht aufgrund meiner Angst.
Ich spare aufgrund meiner Richtung.
Ich investiere nicht, weil alle investieren.
Ich investiere, weil ich verstanden habe, was ich tue.
Fokussierte Diversifikation heißt:
Ich verteile nicht planlos.
Ich baue Einkommensquellen bewusst.
Nicht alles.
Nicht überall.
Nicht irgendwie.
Sondern passend zu Mission, Charakter, Cashflow und Strategie. Genau deshalb spreche ich von diversifizierten Einkommensquellen.
Und genau deshalb spreche ich auch in diesem Kontext von meiner Manufaktur.
Nicht Fabrik.
Nicht Massenware.
Nicht Copy-Paste-Finanzgeschwätz.
Manufaktur.
Handmade.
Selfmade.
Mit Verstand.
Mit Erfahrung.
Mit Menschen, die den Unterschied kennen.
Dolce Vita, vino e panino!
Diese Dinge und meine ganz persönlichen Learnings erzähle ich nicht jedem.
Nicht im Vorbeigehen.
Nicht als billige Show.
Nicht für Menschen, die nur Skandal hören wollen.
Nicht für Menschen, die aus jeder Geschichte wieder nur Anklage basteln.
Ich erzähle, interpretiere und reflektiere diese Erfahrungen in: Dolce Vita, vino e panino! Persönlich. Bei echten Treffen. Mit echt wertvollen Personen.
Denn manche Erkenntnisse brauchen einen Rahmen.
Einen Tisch.
Ein Gespräch.
Ein Glas Wein.
Etwas Brot.
Ein bisschen Dolce Vita.
Und Menschen, die nicht nur nicken, sondern wirklich verstehen wollen.
Dort geht es nicht um Oberfläche.
Dort geht es um das, was trägt.
Geld.
Leben.
Vertrauen.
Ehre.
Mission.
Kodex.
Leverage.
Cashflow.
Und die Frage, was wir jetzt daraus bauen.
Die Maybe-Story bestätigt meinen Weg
Pferd weg? Mag sein.
Pferd kommt mit zwei wilden Pferden zurück? Mag sein.
Sohn bricht sich das Bein? Mag sein.
Sohn wird nicht eingezogen? Mag sein.
Finanzskandal? Mag sein.
Geldmaschine zerstört? Mag sein.
Leverage verstanden?
OPM sauber nutzen gelernt?
Neue Geldmaschinen gebaut?
Bessere Menschen erkannt?
Ehre, Mission und Kodex geschärft?
Mag sein.
Und vielleicht ist genau das der Punkt: Nicht alles, was dich trifft, will dich zerstören. Manches will dich zwingen, endlich den Rahmen zu wechseln.
Die Essenz – Der Rahmen ist deine Freiheit!
Die Vergangenheit erklärt manches. Aber sie entscheidet nichts (mehr).
Der Skandal war ein Ereignis. Das Reframing ist der Prozess.
Die neue Geldmaschine ist der Prozess. Die Manufaktur für diversifizierte Einkommensquellen ist der Prozess.
Und ein Leben mit Ehre, Mission und Kodex ist ebenfalls ein Prozess.
Deshalb: Hör auf, nur „Warum?“ zu fragen. Frag besser:
Wofür ist das gut?
Was kann ich daraus lernen?
Was kann ich daraus machen?
Mit wem will ich jetzt bauen?
Wer darf mein Flügelmann sein?
Denn am Ende geht es nicht darum, ob das Pferd wegläuft. Es geht darum, welchen Rahmen du wählst.
Maybe! Und jetzt bauen wir weiter.