Die Überschrift hat Brisanz. Und genau das soll sie auch.
Denn wer will schon „dement“ werden? Also aufgepasst.
Der Teufel steckt im Detail.
Nicht immer in den großen Dramen.
Oft in den kleinen Auslassungen.
In den halben Wahrheiten.
In dem, was man später plötzlich vergessen haben will.
Vertrauen ist kein Kleingeld
Georg W. genoss einmal das Vertrauen von Thomas.
Und zwar nicht irgendwie. Fast wie ein zweiter Papa.
Da waren Urlaube in Italien.
Schlauchbootfahren.
Krebse fangen.
Sandburgen bauen.
Abenteuer auf dem Campingplatz.
Die Eltern von Thomas und Georg W. mit seiner Frau Heidi waren beste Freunde.
Beste Freunde.
Das bedeutet etwas.
Nähe.
Geschichte.
Loyalität.
Vertrauen.
Und genau deshalb wiegt es schwerer, wenn später etwas kippt.
Der Sharan und das Detail
Vor fast 30 Jahren wurde Thomas selbst Papa.
Ein Familienauto musste her.
Damals war der VW Sharan das Auto.
Und Georg W. war für Thomas der Autoverkäufer des Vertrauens.
Also kaufte Thomas bei Georg W. einen VW Sharan.
Doch dann kam das Detail.
Nach Erinnerung von Thomas war der Motor per Chiptuning verändert worden. Von 90 PS auf 110 PS. Ob diese Zahlen ganz exakt sind, ist nicht entscheidend.
Entscheidend ist:
Diese Veränderung war offenbar nicht in den Fahrzeugpapieren eingetragen. Thomas bemerkte das erst beim Zulassen am Landratsamt. Genau genommen ist das einzig wichtige Detail, dass dadurch die Betriebserlaubnis für ein Fahrzeug erlischt!
Noch immer kein Drama.
Fehler passieren.
Missverständnisse passieren.
Details gehen unter.
Thomas sprach Georg W. darauf an. Und genau hier entscheidet sich Charakter.
Nicht wenn alles glänzt.
Sondern wenn es unbequem wird.
Nach Thomas’ Erinnerung wiegelte Georg W. ab und zeigte sich wenig kooperativ. Und genau deshalb wurde der Sachverhalt in einem Gespräch mit Georg W. und seinem Chef geklärt, dem Autohausinhaber aus Pfaffenhofen an der Ilm.
Der Sharan ging zurück.
Auf Vorschlag des Autohausinhabers kaufte Thomas stattdessen einen Neuwagen vom Hof der Filiale in Hilpoltstein. Einen blauen Audi A3.
Und wer Thomas kennt, weiß: Blaue Autos sind für ihn nie einfach nur Autos. Bluecars haben Bedeutung.
Fast 30 Jahre später
Für normale Menschen wäre der Fall erledigt gewesen.
Geklärt.
Gelöst.
Tutto bene.
Doch fast 30 Jahre später scheint Georg W. an selektiver Demenz zu leiden.
Natürlich nicht nur medizinisch gemeint. Sondern als Bild.
Für das bequeme Vergessen.
Für das Ausblenden der eigenen Rolle.
Für Erinnerungen, die nur noch zur eigenen Geschichte passen.
Die Details rund um den Sharan?
Offenbar vergessen.
Die Klärung im Gespräch unter Erwachsenen?
Offenbar vergessen.
Die Rückgabe und der Kauf des nagelneuen Audi A3?
Offenbar vergessen.
Was bleibt?
Eine alte Kränkung.
Eine kleine Erzählung.
Ein Schatten, der länger lebt als nötig.
Ein Jammerlappen mehr! Angeblich hätte Georg W. fast seinen Job verloren. Die Rechtfertigung für lächerliches Verhalten im Jahr 2026.
Und wenn Georg W. nach Erzählungen anderer Menschen hetzt und seine Heidi nicht zur Jubiläumskonfirmation gehen lässt, weil er dort die Eltern von Thomas treffen könnte — also die vormals besten Freunde — dann wird es armselig.
Wie klein kann Denken werden?
„Ich bin doch nicht blöd“ wirkt also dramatisch!
Und genau hier schließt sich der Kreis.
„Ich bin doch nicht blöd.“
Ein genialer Werbespruch.
Aber für das Bewusstsein vieler Menschen ein Desaster.
Denn dieser Satz hat Generationen geprägt.
Nicht blöd sein.
Nicht zu viel zahlen.
Nicht nachgeben.
Nicht Schwäche zeigen.
Immer clever wirken.
Dazu kam:
„Geiz ist geil.“
Und all der andere Wahnsinn. Nicht, weil es wirklich entscheidend wäre.
Sondern weil sie oberflächlich nicht „blöd“ sein wollen.
Doch während Leute wie Georg W. Kleinigkeiten vergessen, verlieren sie eben oft das Große:
Kodex.
Ehre.
Mission.
Anstand.
Freundschaft.
Bewusstsein.
Deshalb gibt es „Wahnsinn ade“
Der wahre Unterschied liegt nicht im Kontostand. Der wahre Unterschied liegt im Bewusstsein. Auch im Bewusstsein für Wahrheit und menschliche Größe.
Hat ein Mensch selbst etwas aufgebaut?
Hat er Verantwortung getragen?
Hat er unter Druck Charakter gezeigt?
Hat er einen Kodex?
Hat er eine Mission?
Hat er einen Plan?
Oder lebt er nur von dem, was andere erschaffen haben?
Genau dort trennt sich selfmade von Oberfläche. Und genau dort zeigt sich, wer wirklich ein Sunnyboy ist — und wer nur im alten Glanz steht.
Menschen wie Georg W. gehören wohl kaum mehr zu den Sunnyboys.
Nicht, weil sie einmal einen Fehler gemacht haben. Fehler machen wir alle.
Sondern weil es klein wird, wenn man nach fast 30 Jahren wahre Geschichten verändert, statt Frieden, Klärung und Größe zu leben.
Kodex, Ehre und Mission
Unsere Gesellschaft braucht wieder mehr davon.
Kodex.
Ehre.
Mission.
Nicht als große Worte. Sondern als Verhalten.
Wie gehe ich mit Menschen um, die mir vertraut haben?
Kann ich Verantwortung übernehmen?
Kann ich mich ehrlich erinnern?
Kann ich eine geklärte Sache ruhen lassen?
Kann ich Kontakt halten, statt alte Gräben zu pflegen?
Denn Prozesse kommen Schritt für Schritt in Gang.
Nicht durch einen Werbespruch.
Nicht durch Rabattjagd.
Nicht durch Rechthaberei.
Sondern durch Bewusstsein.
Genau darum geht es bei Wahnsinn ade.
Weniger Fassade.
Mehr Wahrheit.
Weniger Geiz-ist-geil.
Mehr Wertbewusstsein.
Weniger selektives Vergessen.
Mehr ehrlicher Kontakt.
Besuche https://wahnsinn-ade.de und schreibe eine E-Mail an interaktion@wahnsinn-ade.de.
Komm in Kontakt.
Sei in Kontakt.
Bleib in Kontakt.
Denn besser ist immer besser, als nicht besser.
Und vergiss bitte nie:
Du hast natürlich immer recht.
Und zwar auf Basis dessen, was Du jeweils glaubst.
Wer beispielsweise glaubt, dass sich Preise verdoppeln, erkennt bei entsprechendem Bewusstseinslevel eben auch, dass er einen dringenden Bedarf hat.
Nur die Bewertung dieser Feststellung blockiert diesen Menschen.
