Anspruchsdenken ist kein Geldproblem. Es ist ein Verhaltensproblem!
Anspruchsdenken klingt nach Stärke.
In Wahrheit ist es oft nur altes Verhalten in neuem Outfit.
„Das steht mir zu!!!“ ist selten ein Satz über Gerechtigkeit.
Meist ist es ein Satz über Überforderung – und über ein Leben, das sich innerlich nicht gesteuert anfühlt.
Und jetzt kommt die unbequem-schöne Wahrheit:
Es ging nie darum, Geld zu managen.
Es ging immer darum, sich selbst zu managen.
Das Steinzeitgehirn liebt Anspruch – weil es Energie spart
Dein Körper, dein Gehirn, dein Unterbewusstsein wollen eins: Überleben mit minimalem Aufwand.
Das Steinzeitgehirn (ich nenne es gern den „Autopiloten“) liebt:
- kurzfristige Belohnung
- Recht haben
- bequem bleiben
- „die anderen sind schuld“ – und stellen vielleicht eine Gefahr dar
- „ich bin halt so“
Anspruchsdenken ist dabei eine perfekte Strategie:
Es erzeugt kurzfristig Erleichterung, ohne dass du etwas verändern musst.
Und genau deshalb bleibt es so populär.
Wer sich managen lässt, kommt weiter – weil er nicht mehr alleine kämpfen muss
Viele Menschen sind sehr gut beraten, sich managen zu lassen.
Nicht im Sinne von „jemand kontrolliert dich“, sondern im Sinne von:
- jemand hält dir den Spiegel hin
- jemand hilft dir, deinen Autopiloten zu erkennen
- jemand gibt dir Struktur, Feedback und Prozesse
- jemand sorgt dafür, dass du dranbleibst, wenn dein Kopf Ausreden erfindet
Das ist kein Luxus. Das ist Wachstum und Entwicklung mit Turbo.
Denn: Du bist nicht „zu schwach“.
Du bist nur zu oft allein mit einem System, das auf Bequemlichkeit programmiert ist.
Der Gamechanger: Verhalten schlägt Wissen. Immer.
Die meisten Menschen haben genug Wissen, um gute Entscheidungen zu treffen.
- „Ich sollte Rücklagen bilden.“
- „Ich sollte investieren statt nur zu sparen.“
- „Ich sollte mich um meine Zukunft kümmern.“
- „Ich sollte meine Gedanken beobachten.“
Und trotzdem passiert wenig.
Warum?
Weil Potenzial nicht im Wissen liegt.
Potenzial liegt im Verhalten.
Und Verhalten wird nicht durch einen YouTube-Abend verändert, sondern durch:
- klare Regeln
- Wiederholung
- Feedback
- Identität
- Umfeld
- Verantwortung
Das ist Coaching.
Nicht „Motivation“. Sondern Verhaltensdesign.
Anspruchsdenken und Berater: Warum viele urteilen, statt zu lernen
Menschen, die „Das steht mir zu“ denken, haben oft wenig Respekt vor Beratung.
Sie bewerten schneller, als sie verstehen.
Sie urteilen, statt zu prüfen.
C. G. Jung brachte es auf den Punkt:
„Denken ist schwer, deshalb urteilen die meisten.“
Und dieses Urteilen passiert nicht nur laut.
Es passiert ganz still und heimlich auch als Affengeschnatter im Kopf.
Wenn du dieses innere Geplapper nicht stoppst, kannst du keinen Raum für Möglichkeiten schaffen.
Du kannst dann keine Win-win-win-Strategie sehen.
Du siehst nur: „Gefällt mir / gefällt mir nicht.“
Und das ist der mentale Käfig.
Der Perspektivwechsel: Geld ist nur der Verstärker – du bist die Quelle
Geld macht nichts „aus dir“.
Es verstärkt, was schon da ist.
- Klarheit wird klarer.
- Chaos wird chaotischer.
- Mut wird größer.
- Angst wird lauter.
Wenn jemand 200.000 € erbt und nicht weiß, was er damit tun soll, ist das kein Geldproblem.
Das ist ein Selbstmanagementproblem.
Denn wer sich selbst führen kann, kann auch Geld führen.
Und wer sich selbst nicht führt, wird von Gewohnheiten geführt.
Das Modell: Selbstmanagement statt Geldmanagement (3 Hebel)
1) Aufmerksamkeit
Worauf richtest du deinen Fokus – jeden Tag?
Anspruch lenkt Fokus auf „die Welt muss…“
Selbstmanagement lenkt Fokus auf „ich gestalte…“
2) Regeln
Nicht „ich hab Lust“, sondern „ich hab Regeln“.
Regeln sind Liebe, und zwar strukturiert.
3) Umgebung
Du wirst wie die Menschen, mit denen du denkst.
Wenn du in Urteil-Umfeldern hängst, wirst du urteilen.
Wenn du in Prozess-Umfeldern bist, wirst du wachsen.
5 praktische Schritte, um Anspruch in Selbstführung zu verwandeln
Schritt 1: Ersetze „Das steht mir zu“ durch „Das steuere ich“
Ein Satz, der dich vom Kindmodus in den Erwachsenmodus bringt.
Schritt 2: Baue einen täglichen Check-in (2 Minuten)
- Was ist heute mein „Wofür“?
- Was ist heute der kleinste Schritt?
- Was ist heute die eine Gewohnheit, die mich trägt?
Schritt 3: Entlarve das Steinzeitgehirn
Wenn du Ausreden hörst wie:
„Jetzt nicht.“ – „Bringt doch eh nix.“ – „Erst wenn…“
Dann sag innerlich:
„Autopilot erkannt. Ich entscheide bewusst.“
Schritt 4: Hol dir einen Verhaltenscoach
Das ist kein Zeichen von Schwäche.
Das ist ein Zeichen von Anspruch an dich selbst (der gesunde Anspruch).
Weil du damit sagst:
„Ich nehme mich ernst genug, um mich führen zu lassen.“
Schritt 5: Prozess statt Ereignis
Prozesse kommen Schritt für Schritt in Gang… Ereignisorientierung frustriert.
Du brauchst nicht den perfekten Moment.
Du brauchst ein System, das auch an schlechten Tagen funktioniert.
Mini-Übung (5 Minuten): „Ich manage mich“
Schreib das auf:
- Mein größtes Verhaltensthema ist: ______
- Es kostet mich aktuell: ______ (Zeit, Geld, Energie, Beziehung)
- Mein neues Verhalten in 24h lautet: ______
- Mein Wofür ist: ______
- Wer hilft mir beim Dranbleiben: ______
Und dann dieser Satz – nicht als Deko, sondern als Führung:
„Die Qualität deiner Gedanken, bestimmt die Qualität deines Lebens.“ und „Die Bedeutung der Botschaft bestimmt der Empfänger.“ Beobachte also ganz bewusst deine Gedanken, bezüglich jeder einzelnen Aussage!
Lass uns gemeinsam denken…
Stell dir vor, wir würden das wirklich möglich machen …
ein Leben, in dem du dich selbst steuerst – statt dich steuern zu lassen.
Denn wenn dein Verhalten sich ändert, ändert sich alles:
Geld, Beziehungen, Gesundheit, Ruhe, Freiheit.
CTA: In Kontakt kommen, sein und bleiben
Wenn du genau daran arbeiten willst – Selbstmanagement, Verhalten, Struktur, Vermögenslogik ohne Theater – dann ist „Wahnsinn adé“ genau der Rahmen dafür.
🌐 https://wahnsinn-ade.de
📩 interaktion@wahnsinn-ade.de
Schreib mir. Komm in Kontakt. Bleib in Kontakt.
Und teile diesen Beitrag mit einem Menschen, der gerade merkt: Es geht nicht darum, Geld zu managen. Es geht darum, sich selbst zu managen.

