🍊 „Mag sein.“ – Maybe by Thomas Reubert

… eine uralte Geschichte erklĂ€rt, warum ein Finanz-Skandal nicht das Ende von echten Beziehungen sein kann, aber eine Chance jeglichem Wahnsinn ade zu sagen.

Es gibt diese alte taoistische Geschichte.

Ein Bauer besitzt ein Pferd.
Eines Tages lÀuft es weg.

Die Nachbarn jammern: „Was fĂŒr ein UnglĂŒck.“

Der Bauer sagt nur: „Mag sein.“

Einige Tage spĂ€ter kommt das Pferd zurĂŒck.
Und bringt zwei wilde Pferde mit.

Die Nachbarn jubeln: „Was fĂŒr ein GlĂŒck.“

Der Bauer sagt wieder: „Mag sein.“

Kurz darauf versucht sein Sohn, eines der wilden Pferde zu reiten.
Er fÀllt herunter und bricht sich das Bein.

Die Nachbarn sind entsetzt: „Was fĂŒr ein UnglĂŒck.“

Der Bauer sagt: „Mag sein.“

Dann kommt der Einschreibungsoffizier ins Dorf, um junge MĂ€nner fĂŒr die „KriegstĂŒchtigkeit“ zu rekrutieren. Der Sohn wird wegen seines gebrochenen Beines nicht eingezogen.

Die Nachbarn feiern: „Was fĂŒr ein GlĂŒck.“

Der Bauer? „Mag sein.“


Reframing: Der Rahmen entscheidet

Diese Geschichte ist keine nette Kalenderweisheit. Sie ist Sprengstoff. Denn sie zeigt:

Wir urteilen oft viel zu frĂŒh.

Wir nennen etwas Katastrophe.
Wir nennen etwas GlĂŒck.
Wir nennen etwas Scheitern.
Wir nennen etwas Rettung.
Wir nennen etwas Skandal.

Und dann tun wir so, als wĂ€re die Bedeutung endgĂŒltig. Ist sie aber nicht.

Die Bedeutung eines Ereignisses hÀngt vom Rahmen ab, in dem wir es betrachten. Und genau das ist Reframing.

Nicht Schönreden.
Nicht WeglÀcheln.
Nicht spirituelles Watte-PĂ€uschchen-Werfen.

Sondern die bewusste Entscheidung: „Ich gebe einem Ereignis nicht automatisch die dĂŒmmste, engste und bitterste Bedeutung.


Der Finanzskandal – Erst Einschlag, dann Lehrmeister

Als ich den verheerenden Finanzskandal erlebt habe, war meine erste Reaktion natĂŒrlich nicht:

„Ach schön, eine spannende Wachstumschance.“

Nein. Es war ein Einschlag.

Eine Geldmaschine wurde zerstört.
Vertrauen wurde erschĂŒttert.
Sicherheit wurde weggerissen.
Gewissheiten wurden zerstört.

Und die erste Frage war natĂŒrlich:

Warum ich?
Warum ist mir das passiert?
Warum ausgerechnet jetzt?
Warum, warum, warum?

Aber genau diese Fragen haben mich nicht weitergebracht. Sie haben mich im Kreis drehen lassen. Sie haben mich klein gemacht. Sie haben mich an die Vergangenheit gekettet.

Erst als ich aufgehört habe, stĂ€ndig „Warum?“ zu fragen, begann der Weg zurĂŒck. Oder besser: Der Weg nach vorn.


Die bessere Frage lautet: WofĂŒr?

Der Wendepunkt kam mit einer anderen Frage.

Nicht mehr: „Warum ist das passiert?“

Sondern: „WofĂŒr ist das gut?“

Nicht mehr: „Warum ich?“

Sondern: „Was kann ich daraus lernen?“

Nicht mehr: „Wer ist schuld?“

Sondern: „Was kann ich jetzt daraus machen?“

Das war der Moment, in dem ich wieder richtig unterwegs war.

Nicht sofort perfekt.
Nicht sofort leicht.
Nicht sofort mit Sonnenschein und Cappuccino.

Aber richtig.

Denn diese Fragen öffnen Zukunft.

Die alten Warum-Fragen kreisen um Schmerz.
Die neuen WofĂŒr-Fragen ermöglichen Handlung.

Und genau deshalb passt hier die Maybe-Story so perfekt. Ich habe sie erst spÀter in einem Buch entdeckt. Aber sie bestÀtigte genau das, was ich lÀngst begonnen hatte zu leben:

Maybe by Thomas Reubert

Vielleicht war es ein UnglĂŒck.
Vielleicht war es ein Wendepunkt.
Vielleicht war es die teuerste Erfahrung meines Lebens.
Vielleicht war es der Beginn eines viel besseren Systems.


Reframing ist mehr als eine Technik!

Reframing ist fĂŒr mich keine Methode. Es ist ein Lebensstil. Eine Philosophie. Eine Haltung.

Denn jeder kann nach einem Skandal grantig schauen.
Jeder kann sich in der Vergangenheit festbeißen.
Jeder kann jahrelang anklagen, jammern und innerlich Recht behalten wollen.

Das ist nicht schwer. Schwerer ist es, den Rahmen zu wechseln. Schwerer ist es, zu fragen:

Was hat mir das gezeigt?
Was habe ich ĂŒber Geld gelernt?
Was habe ich ĂŒber Menschen gelernt?
Was habe ich ĂŒber Vertrauen gelernt?
Was habe ich ĂŒber Systeme gelernt?
Was hilft mir jetzt – hier und heute – besser zu sein?

Und genau dort beginnt der Unterschied. Zwischen Opfergeschichte und MeisterstĂŒck.


Mein grĂ¶ĂŸtes Learning war Leverage!

Eines meiner wichtigsten Learnings war die Macht von Leverage. Vorher habe ich vor allem versteuertes Geld investiert.

Also Geld, das ich erst verdienen, versteuern, behalten und dann einsetzen musste. Das ist möglich. Aber es ist fĂŒr die meisten Leute zu langsam.

Heute weiß ich:

Other People’s Money (OPM) ist einer der mĂ€chtigsten Hebel ĂŒberhaupt.

Nicht als Trick.
Nicht als AbkĂŒrzung.
Nicht als Spielerei.

Sondern als professioneller Hebel, wenn das GrundsĂ€tzliche geklĂ€rt ist. Denn Leverage kann Großartiges ermöglichen. Aber Leverage verstĂ€rkt immer alles.

Klarheit wird stÀrker.
Struktur wird stÀrker.
Cashflow wird stÀrker.

Aber auch Dummheit wird stÀrker.
Ego wird stÀrker.
Gier wird stÀrker.
Ablenkungen werden stÀrker.

Deshalb macht OPM vielen Menschen Angst. Und ehrlich? Zu Recht. Nicht weil OPM schlecht ist.

Sondern weil viele Menschen charakterlich, fachlich oder emotional nicht sauber genug aufgestellt sind, um damit umzugehen.


VertrÀge sind nicht genug!

Viele glauben, ein Vertrag klÀrt alles. Tut er nicht. Ein Vertrag ist wichtig. Aber VertrÀge sind immer nur so gut wie die Vertrauensbasis zwischen den Akteuren.

Papier kann vieles regeln. Aber Papier ersetzt keinen Charakter.

Die entscheidende Frage lautet:

Wer bist du, wenn niemand zuschaut?

Nicht auf der BĂŒhne.
Nicht im WhatsApp-Status.
Nicht beim Selfie.
Nicht beim SonntagslĂ€cheln in SĂŒdtirol.

Sondern dann, wenn es unbequem wird.

Wenn Geld auf dem Tisch liegt.
Wenn Verantwortung drĂŒckt.
Wenn keiner applaudiert.
Wenn du die Wahl hast, sauber zu bleiben oder billig davonzukommen.

Genau dort zeigt sich, ob Miteinander möglich ist.


Arbeite nicht mit jedermann!

Das ist vielleicht provokant. Aber es ist wahr.

Ich arbeite jedenfalls nicht mehr mit jedermann.

FĂŒr mich ist nicht jeder interessant, nur weil er Geld hat.
Nicht jeder, nur weil er laut ist.
Nicht jeder, nur weil er dringend meint etwas zu wollen.
Nicht jeder, nur weil er glaubt, er sei wichtig.

FĂŒr mich ist jemand dann interessant, wenn das GrundsĂ€tzliche stimmt.

Ehre.
Mission.
Kodex.
VerlÀsslichkeit.
Lernbereitschaft.
Charakter.
Respekt vor Prozessen.

Ganz nach dem Motto:

Das habe ich fĂŒr dich gemacht. Nicht fĂŒr jeden.

Du kannst jederzeit mein FlĂŒgelmann sein. Aber nicht irgendwie.

Nicht beliebig. Nicht mit Maske.

Das GrundsÀtzliche muss geklÀrt sein.


Es geht um Ehre, Mission und Kodex

Das klingt fĂŒr manche vielleicht zu groß. Mir egal. Denn es ist groß.

Geld ohne Kodex wird schnell hÀsslich.

Leverage ohne Ehre wird gefÀhrlich.

Diversifikation ohne Mission wird beliebig.

Und Erfolg ohne Charakter ist nur ein besser beleuchtetes Problem.

Deshalb geht es nicht nur um Rendite. Es geht um Haltung. Es geht um die Frage:

Mit wem baue ich?
Warum baue ich?
WofĂŒr baue ich?
Nach welchem Kodex baue ich?

Denn eine Geldmaschine ist nicht nur ein finanzielles Konstrukt. Sie ist Ausdruck eines Lebensstils.


Selektive Disziplin und fokussierte Diversifikation!

Was braucht es also?

Nicht blindes Verzichten.

Nicht hektisches Streuen.

Nicht panisches Investieren.

Sondern:

Selektive Disziplin und fokussierte Diversifikation!

Selektive Disziplin heißt:

Ich verzichte nicht auf Leben.
Ich verzichte auf Unsinn.

Ich spare nicht aufgrund meiner Angst.
Ich spare aufgrund meiner Richtung.

Ich investiere nicht, weil alle investieren.
Ich investiere, weil ich verstanden habe, was ich tue.

Fokussierte Diversifikation heißt:

Ich verteile nicht planlos.
Ich baue Einkommensquellen bewusst.

Nicht alles.
Nicht ĂŒberall.
Nicht irgendwie.

Sondern passend zu Mission, Charakter, Cashflow und Strategie. Genau deshalb spreche ich von diversifizierten Einkommensquellen.

Und genau deshalb spreche ich auch in diesem Kontext von meiner Manufaktur.

Nicht Fabrik.
Nicht Massenware.
Nicht Copy-Paste-FinanzgeschwÀtz.

Manufaktur.

Handmade.
Selfmade.

Mit Verstand.
Mit Erfahrung.
Mit Menschen, die den Unterschied kennen.


Dolce Vita, vino e panino!

Diese Dinge und meine ganz persönlichen Learnings erzÀhle ich nicht jedem.

Nicht im Vorbeigehen.
Nicht als billige Show.
Nicht fĂŒr Menschen, die nur Skandal hören wollen.
Nicht fĂŒr Menschen, die aus jeder Geschichte wieder nur Anklage basteln.

Ich erzÀhle, interpretiere und reflektiere diese Erfahrungen in: Dolce Vita, vino e panino! Persönlich. Bei echten Treffen. Mit echt wertvollen Personen.

Denn manche Erkenntnisse brauchen einen Rahmen.

Einen Tisch.
Ein GesprÀch.
Ein Glas Wein.
Etwas Brot.
Ein bisschen Dolce Vita.
Und Menschen, die nicht nur nicken, sondern wirklich verstehen wollen.

Dort geht es nicht um OberflÀche.

Dort geht es um das, was trÀgt.

Geld.
Leben.
Vertrauen.
Ehre.
Mission.
Kodex.
Leverage.
Cashflow.
Und die Frage, was wir jetzt daraus bauen.


Die Maybe-Story bestÀtigt meinen Weg

Pferd weg? Mag sein.

Pferd kommt mit zwei wilden Pferden zurĂŒck? Mag sein.

Sohn bricht sich das Bein? Mag sein.

Sohn wird nicht eingezogen? Mag sein.

Finanzskandal? Mag sein.

Geldmaschine zerstört? Mag sein.

Leverage verstanden?
OPM sauber nutzen gelernt?
Neue Geldmaschinen gebaut?
Bessere Menschen erkannt?
Ehre, Mission und Kodex geschÀrft?

Mag sein.

Und vielleicht ist genau das der Punkt: Nicht alles, was dich trifft, will dich zerstören. Manches will dich zwingen, endlich den Rahmen zu wechseln.


Die Essenz – Der Rahmen ist deine Freiheit!

Die Vergangenheit erklÀrt manches. Aber sie entscheidet nichts (mehr).

Der Skandal war ein Ereignis. Das Reframing ist der Prozess.

Die neue Geldmaschine ist der Prozess. Die Manufaktur fĂŒr diversifizierte Einkommensquellen ist der Prozess.

Und ein Leben mit Ehre, Mission und Kodex ist ebenfalls ein Prozess.

Deshalb: Hör auf, nur „Warum?“ zu fragen. Frag besser:

WofĂŒr ist das gut?
Was kann ich daraus lernen?
Was kann ich daraus machen?
Mit wem will ich jetzt bauen?
Wer darf mein FlĂŒgelmann sein?

Denn am Ende geht es nicht darum, ob das Pferd weglÀuft. Es geht darum, welchen Rahmen du wÀhlst.

Maybe! Und jetzt bauen wir weiter.

Ein Gedanke zu „🍊 „Mag sein.“ – Maybe by Thomas Reubert

  1. DarĂŒber kann man ein wenig nachdenken.
    Der Rahmen ist ein schönes Bild.
    Wird er ausschließlich von unseren GefĂŒhlen gemacht. Egal was passiert, es sind GefĂŒhle die unser objektives Denken ausschalten und uns bewerten lassen. Passiert jeden Tag in unzĂ€hligen Momenten. Oft einfach so, ohne dass wir ihnen eine Bedeutung geben. Und nachdem das jedem stĂ€ndig passiert, merken wir gar nicht, dass wir stĂ€ndig Gelegenheiten versĂ€umen:
    
 fĂŒr ein ehrliches GesprĂ€ch mit einem Freund oder jemanden der einer werden könnte,
    
 einer Erfahrung die einen besser werden lassen könnte, aus der man was lernen kann.
    
 eine Information die uns eine neue Perspektive ermöglicht.

    WĂŒrden wir alle immer versuchen zu verstehen was das Leben fĂŒr uns alle zu bieten hat, könnte man damit vielleicht den Rahmen wechseln und wir lernen wieder mehr miteinander zu denken, zu sprechen und damit weniger zu bewerten


    Mit anderen Worten: „May be“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert