… es ist die Kunst, bewusst zu denken, statt nur zu urteilen.
Viele Menschen reagieren auf Steuern reflexhaft.
Zu hoch. Zu unfair. Zu kompliziert. Zu belastend.
Und ja: Die Belastung ist real. Im Buch wird klar benannt, dass Einkommen aus eigener Arbeit „regelmäßig sehr hoch besteuert und vor allem mit Sozialabgaben belegt“ ist und man „durchaus von einer Belastung von 50 % ausgehen“ dürfe.
Aber genau hier beginnt der Unterschied zwischen einem Menschen, der nur urteilt, und einem Menschen, der bewusst denkt.
Denn bewusstes Denken fragt nicht nur:
„Was nervt mich?“
Bewusstes Denken fragt:
„Was will mir dieses System zeigen?“
Wer nur urteilt, bleibt im Widerstand
Urteilen ist leicht.
Bewusst denken ist anspruchsvoller.
Wer nur urteilt, sieht im Steuersystem ausschließlich einen Gegner. Wer bewusst denkt, erkennt womöglich ein Muster. Entdecke in meinem Buch „Leicht war’s nicht, aber selfmade“ (auf Seite 200 bis 209) nochmals die klar formulierte Idee, dass Steuergesetze eben nicht nur dazu da sind, Staatseinnahmen zu generieren. Viele Steuerregularien sind voller Vergünstigungen und sollen wohl definitiv Steuerpflichtige zu einem bestimmten Verhalten motivieren.
Das ist ein gewaltiger Perspektivwechsel.
Plötzlich geht es nicht mehr nur um Belastung, sondern um Richtung.
Nicht mehr nur um Abgabe, sondern um Anreiz.
Nicht mehr nur um Frust, sondern um Lebenskompetenz im echten Leben.
Lenkungsnormen sind keine Verschwörung, sondern Hinweise!
Im Buch wird dieser Gedanke auf den Punkt gebracht: Bestimmte steuerliche Vorteile fördern ein gewünschtes Verhalten; Fachleute bezeichnen so etwas als Lenkungsnormen. Als Beispiele nenne ich im Buch Förderungen für Altersvorsorge, die Abwrackprämie in der Finanzkrise und Impulse im Bereich alternativer Energien. Die wahren Geheimnisse erkennen meine Mandanten meist jedoch im persönlichen Miteinander!
Was heißt das übersetzt?
Der Staat setzt Signale.
Er sagt nicht immer offen: „Mach genau das.“
Aber er belohnt bestimmte Richtungen stärker als andere.
Wer nur konsumiert, zahlt oft stumpf.
Wer gestaltet, organisiert, investiert und Verantwortung übernimmt, entdeckt Spielräume.
Das ist keine Magie.
Das ist auch kein Trick.
Das ist Aufmerksamkeit.
Bequemlichkeit kostet mehr, als viele wahrhaben wollen.
Einer der stärksten Sätze in diesem Zusammenhang lautet:
„Wer es bequem haben will, wird eben höhere Abgaben akzeptieren müssen.“
Das ist hart. Aber es ist ehrlich.
Denn Bequemlichkeit zeigt sich nicht nur auf dem Sofa.
Bequemlichkeit zeigt sich auch im Denken.
Bequem ist es, pauschal zu schimpfen.
Bequem ist es, Verantwortung wegzudrücken.
Bequem ist es, alles „denen da oben“ zuzuschieben.
Bequem ist es auch, keine unternehmerische Haltung einzunehmen, keine Zusammenhänge verstehen zu wollen und dann über Ergebnisse zu klagen.
Bewusst denkende Menschen machen etwas anderes:
Sie beobachten.
Sie prüfen.
Sie lernen.
Sie handeln.
Unternehmerisches Denken beginnt nicht mit einem Unternehmen, sondern mit Verantwortung!
Immer und immer wieder mache ich in meinen Gesprächen und auch in meinem Buch auf den Unterschied in der steuerlichen Behandlung von Arbeitnehmern, Einzelunternehmern und Firmengewinnen aufmerksam. Ein zentraler Punkt ist die Reihenfolge: „verdienen, besteuert werden, ausgeben“ oder eben „verdienen, ausgeben, besteuert werden“. Unternehmer übernehmen hier mehr Eigenverantwortung und nutzen legale Spielräume, die der Staat gewährt.
Das bedeutet nicht, dass jeder sofort ein Unternehmen gründen muss.
Es bedeutet zuerst etwas viel Tieferes:
Werde verantwortlicher.
Werde wacher.
Werde bewusster im Umgang mit Geld, Struktur und Entscheidungen.
Denn unternehmerisches Denken ist vor allem ein innerer Wechsel. Weg vom Jammern. Hin zum Gestalten.
Nicht urteilen. Verstehen.
Wichtig ist, dass es nicht um krumme Tricks und nicht darum geht, Gesetze zu umgehen. Meine Erfahrung zeigt sogar ausdrücklich, dass es vielmehr um eine Idee geht, die Menschen eine zusätzliche Option bieten kann, wenn sie ihr eigenes Leben und vielleicht auch das ihrer Mitmenschen verbessern wollen.
Genau das ist der Punkt.
Bewusstes Denken urteilt nicht vorschnell über ein System, das es noch gar nicht verstanden hat. Es erkennt zuerst an, dass Systeme oft Verhalten formen. Im Buch heißt es sinngemäß, der Staat wolle Bürger durch solche Lenkungsnormen beeinflussen; wer sein Bewusstsein schärft, könne deshalb Sinn darin erkennen, sich als Partner des Staates zu verstehen statt als Opfer.
Das ist keine Unterwerfung.
Das ist Reife.
Finanzielle Bildung ist kontraintuitiv
Ein weiterer wichtiger Gedanke aus dem Buch: Für die meisten Menschen ist Finanzbildung eben nicht intuitiv. Viele kommen deshalb gar nicht auf dieselben Schlüsse, obwohl die Fakten offen vor ihnen liegen.
Deshalb reicht Information allein nicht aus.
Du kannst dieselben Gesetze lesen wie andere Menschen und trotzdem etwas völlig anderes darin erkennen. Der eine sieht nur Last. Der andere erkennt Richtung. Der eine klagt über Ungerechtigkeit. Der andere fragt sich, welche Form von Verhalten politisch, wirtschaftlich und steuerlich erkennbar bevorzugt wird.
Und genau hier entscheidet sich, ob du urteilst oder bewusst denkst.
Bewusstsein ist kein Luxus, sondern Überlebensvorteil.
Wer heute selbstbestimmt leben will, braucht mehr als Einkommen.
Er braucht Bewusstsein.
Er braucht Disziplin.
Er braucht die Bereitschaft, Systeme lesen zu lernen.
Im Buch wird mehrfach deutlich, dass wir selbst tätig werden und eigenverantwortlich handeln müssen. Finanz-IQ ist kein Hobby für Sonderlinge, sondern eine Voraussetzung, wenn man sich vor Missmanagement, blindem Konsum und wachsender Abhängigkeit schützen will.
Deshalb ist die eigentliche Frage nicht:
„Sind Steuern gut oder schlecht?“
Die bessere Frage lautet:
„Welche Verhaltensweisen werden sichtbar gelenkt, gefördert oder benachteiligt – und was mache ich bewusst daraus?“
Dein nächster Schritt
Vielleicht ist genau jetzt der Moment, an dem du aufhörst, nur zu urteilen.
Vielleicht beginnt genau jetzt ein neuer Blick auf Geld, Verantwortung und Selbstbestimmung.
Nicht hektisch.
Nicht fanatisch.
Aber wach.
Im Format Wahnsinn ade geht es genau darum: bewusster denken, klarer sehen, eigenverantwortlicher handeln und Schritt für Schritt Prozesse in Gang bringen, statt immer nur auf Ereignisse zu hoffen.
Informiere dich auf wahnsinn-ade.de und schreibe eine E-Mail an interaktion@wahnsinn-ade.de.
Denn Kontakt ist kein Detail.
Kontakt ist der Anfang von Entwicklung.
Und Prozesse kommen nur Schritt für Schritt in Gang.
„Wer es bequem haben will, wird eben höhere Abgaben akzeptieren müssen.“
Und vergiss nie: Du hast natürlich immer recht – auf Basis dessen, was du glaubst. Wer beispielsweise glaubt, dass sich Preise verdoppeln, erkennt bei entsprechendem Bewusstseinslevel eben auch, dass dringender Bedarf besteht. Nur die Bewertung dieser Feststellung blockiert diesen Menschen.